Seit 1995 sind neue, leistungsfähige Wärmepumpen auf dem Markt. Hersteller und Installateure sind bemüht, das verlorene Terrain zurückzugewinnen. Fördermittel des Bundes und vieler Energieversorger lassen die Wärmepumpentechnik für die Verbraucher wieder interessant werden.
Wärmepumpen können in allen Neubauten, besonders in Niedrigenergiehäusern betrieben werden. Der Einbau in Altbauten ist sinnvoll, wenn Ölheizung oder Öltank ohnehin erneuet werden müssen und eine Vorlauftemperatur von weniger als 50° C ausreicht
Kältemittel
R12 und R502: FCKW-Kältemittel, wegen Zerstörung der Ozonschicht durch freigesetzte Fluorchlorkohlenwasserstoffe seit 1995 in Deutschland verboten
Fachbegriffe
Bivalent: Die Wärmepumpe arbeitet nur bis zu einer bestimmten Außentemperatur allein. Ein weiterer Wärmeerzeuger (Gas, Öl oder Elektro) wird zugeschaltet, sobald es kälter ist (bivalent-parallel) oder er übernimmt die gesamte Heizlast (bivalent-alternativ).
Brunnenanlage: Besteht aus einem Förder- und einem Schluck- bzw. Sickerbrunnen. Betrieb vorzugsweise mit einer Unterwasser-/Tiefbrunnenpumpe. Empfohlene Mindestwerte: Tiefe = 15 m, Durchmesser = 125 mm (4 ½"). Hinsichtlich Korrosionsgefahr an Wärmepumpe und Leitungen werden an die Inhaltsstoffe des Grundwassers besondere Anforderungen gestellt (siehe Grenzwerte).
Erdwärmesonden: Geschlossenes System, bestehend aus vertikalen PE-Rohrschleifen in Bohrungen von 30 bis 70 m Tiefe, auch größere Tiefen können in einigen Gegenden sinnvoll sein. Der Wirkungsgrad nicht so hoch wie bei einer Brunnenanlage. Dafür ist aber eine hohe Betriebssicherheit gegeben, da keine Probleme mit dem Vorhandensein oder der Beschaffenheit von Grundwasser auftreten. Die Herstellungskosten sind in der Regel höher als bei Brunnen.
Flächenheizung: Fußboden- und Wandheizung oder großflächige Heizkörper. Die Vorlauftemperatur kann besonders niedrig sein (Niedertemperaturheizung).
Jahresarbeitszahl (JAZ): Verhältnis aus jährlich abgegebener Wärmeenergie und aufgewendeter elektrischer Energie, jeweils in kWh gemessen.
Leistungszahl: Verhältnis aus abgegebener Wärmeleistung (in kW) zu eingesetzer elektrischer Leistung (in kW).
Monovalent: Die Wärmepumpe übernimmt allein die gesamte Heizlast.
Kosten
Nachstehend eine grobe Kostenübersicht (Stand September 2007). Die folgenden Angaben variieren je nach Bodenart, Ausführung und Anfahrtsweg, die MWSt. ist nicht enthalten.
Brunnenanlage:
2 Brunnen einschließlich Förderpumpe netto ca. 3.000,- bis 4.000,- €
Erdwärmesonden:
Von netto ca. 710,- € bis 880,- € netto pro kW Entzugsleistung (Kälteleistung)
bzw. 550,- € bis 690,- € netto pro kW Heizleistung der Wärmepumpe.
Je nach Isolierung (Wärmebedarf) des Hauses ergibt das
netto ca. 47,- € (gute Wärmedämmung) bis 53,- € (schlechte Wärmedämmung) pro m²
zu beheizende Wohnfläche.
|
Verwendung von Grundwasser für Wärmepumpen Grenzwerte
|
|
Inhaltsstoff:
|
Konzentration:
|
Bewertung:
|
|
pH-Wert
|
< 6
6 - 8
> 8
|
0
+
0
|
|
Nitrat
|
< 100 mg/l
> 100 mg/l
|
+
0
|
|
Chlorid
|
< 300 mg/l
> 300 mg/l
|
0 -
|
|
Sulfat
|
< 70 mg/l
70 - 300 mg/l
> 300 mg/l
|
+
0
-
|
|
Eisen (gelöst)
|
< 0,2 mg/l
0,2 - 2 mg/l
> 2,0 mg/l
|
+
0
-
|
|
Mangan (gelöst)
|
< 1,0 mg/l
> 1,0 mg/l
|
+ -
|
|
Sulfid, freies Chlor
|
< 5,0 mg/l
> 5,0 mg/l
|
+ 0
|
|
Absetzbare Stoffe (organische)
|
> 25 mg/l
|
0
|
|
Redoxpotential bei pH = 7
|
> 10 mV
|
0
|
|
rH-Wert
|
> 14,5
|
0
|
|
Elektrische Leitfähigkeit
|
< 500 µS/cm
> 500 µS/cm
|
+
-
|
|
Sandführung (ggf. Sandfilter verwenden)
|
> 50 g/m³
|
-
|
| |
|
|
|
Bewertung: + ...
|
gute Korrosionsbeständigkeit
|
.
|
|
0 ...
|
Korrosionsprobleme bei mehreren Faktoren mit 0
|
.
|
|
- ...
|
Wasser nicht geeignet
|
.
|
Weiter Links, viele Informationen und eine interessante Software rund um das Thema Wärmepumpe finden Sie hier